Goldmünzen
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Goldmünzen und Silbermünzen erfreuen sich der stärksten Nachfrage seit Jahrzehnten. In Zeiten der Finanz- und Wirtschaftskrise sichern die kleinen Edelmetallmünzen Erspartes ab und versprechen auch interessante Zugewinnaussichten.
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Wie Gold und Silbermünzen im Handelswesen Einzug hielten
Jeder weiß, dass die heute von Sammlern so begehrten Gold – und Silbermünzen früherer Zeiten den Handel auf der ganzen Welt wandelten und den zuvor üblichen Tausch von Waren oder Arbeitskraft ablösten. In heutiger Zeit vergessen wir, wie schwierig der Handel gewesen sein muss, ehe wertvolles Metall als Gegenwert für Arbeit oder Ware galt. Der Handel ist also für alle Beteiligten durch die Münzprägung einfacher geworden.
Schon im Jahre 620 v. Chr. entstanden die ersten Vorläufer der Silbermünzen. Hier ließ sich die ursprüngliche Barrenform noch erkennen und sie wurden Kurantmünzen genannt. Erst im 6. Jh v. Chr. beim lydischen König Kroisos wurden zum ersten Mal einheitliche Goldmünzen geprägt. Diese Münzen waren identisch in Form und Größe und mit einem speziellen Prägestempel geprägt. So eigneten sie sich auch ausgezeichnet als Propangandamittel, weil der König über die Landesgrenzen hinaus bekannt wurde.
Aber die zeitliche Entwicklung des Münzwesens war in den unterschiedlichen Kulturen auch unterschiedlich schnell. So wurde bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts in Teilen Indochinas noch mit Gold – oder Silberstaub bezahlt, dessen Gewicht bemessen wurde.
Viele Münznamen lassen sich bis zum heutigen Tag auf die Gewichtseinheiten zurückführen, die in der jeweiligen Region in der Vorzeit galten.
Einer frisch geprägten Münze lag ein festgelegtes Gewicht zu Grunde, aber wie so oft hatten sich schnell Betrüger durch Abfeilen des Materials einen Vorteil verschafft, da man ohne Waage den Unterschied nicht sofort erkennen konnte. Dies führte dazu, dass man Münzen mit einem geriffelten Rand versah, der ein nicht erkennbares Abfeilen unmöglich machte.
Die direkten Nachfolger der Münzen aus dem kleinasiatischen Lydien waren die griechischen Münzen, hergestellt in Athen, Milet oder auf Rhodos.
Darauf folgten Münzen aus dem Römischen Reich, die schon 225 v Chr. in Umlauf gebracht wurden. Allgemein bekannt ist hier der unter Julius Cäsar geprägte Aureus. Kaiser Augustus führte dann Münzen mit seinem Bildnis ein, dem viele Kaiser in der Zukunft folgten.
Weniger bekannt war die Herstellung von Münzen in der ägyptischen Hochkultur. Jedoch kam es unter den Feldzügen Alexander des Großen zu einem Beginn der Münzprägung in Ägypten. Eine alte ägyptische Münze war der nefer nub – in der Übersetzung bedeutet diese Aufschrift „feines Gold“, der auf der Rückseite ein springendes Pferd zeigte, das auch bei den Griechen abgebildet war. Auch das Gewicht hielt sich an die griechischen Vorgaben und betrug 8,5 g pro Münze.
Unsere Münzentwicklung erfuhr im Mittelalter eine grundlegende Veränderung durch die Merowinger, die anstelle der Goldwährung Silbermünzen prägen ließ, da dieses Material in größerem Umfang zur Verfügung stand.